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Freitag, 18. Juli 2014

Zwei neue Ozeanriesen

Frühjahr 2018 und Herbst 2019 – das sind die geplanten Ablieferungstermine für zwei von der Reederei Norwegian Cruise Line in Auftrag gegebenen Kreuzfahrtschiffe. Damit hat der Standort Papenburg bis in das Jahr 2019 Beschäftigung.

Die Schiffe werden die Breakaway Plus-Klasse ergänzen, für die die Meyer Werft zurzeit bereits die ersten beiden Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von 324 Metern und einer Breite von 41,4 Metern baut – die Norwegian Escape und ihr Schwesterschiff, die Norwegian Bliss.

Computeranimation der Schiffsklasse für Norwegian Cruise Line

Der Bau der Norwegian Escape startete im März und wird im Herbst 2015 mit der Ablieferung beendet sein. Ab dem 14. November 2015 bereist sie dann ganzjährig ab Miami für jeweils sieben Nächte die östliche Karibik. Das Schwesterschiff wird im Frühjahr 2017 abgeliefert. Sowohl die auf der Meyer Werft in Bau befindlichen, als auch die in Auftrag gegebenen Ozeanriesen bieten 4200 Passagieren Platz. Mit speziellen Abgasreinigungssystemen, den Scrubbern, sind die Kreuzfahrtschiffe besonders modern und umweltfreundlich. Bei der Namensfindung waren die Facebook-Fans der Reederei gefragt: Aus einer Liste von zehn Vorschlägen wählten sie ihre Favoriten aus.

Die Breakaway Plus-Klasse umfasst mit den neuen Aufträgen damit vier Kreuzfahrtschiffe. „Wir freuen uns sehr über das anhaltende Vertrauen, das Norwegian Cruise Line uns beim Ausbau ihrer Flotte entgegenbringt“, so Bernard Meyer.

Die Reederei Norwegian Cruise Line verfolgt das so genannte Freestyle Cruising. Ein Konzept, das den Passagieren durch ein breites Angebot an Kabinen, Restaurants sowie Sport- und Unterhaltung viel Freiraum bei der Gestaltung ihres Tagesablaufs lässt.

Dienstag, 15. Juli 2014

"Schwimmendes Wunderwerk"

Das Forschungsschiff SONNE – von der Bundeskanzlerin liebevoll als „schwimmendes Wunderwerk“ bezeichnet – ist nach 20-monatiger Bauzeit auf unserer Werft bald bereit für den Einsatz in der Forschung. Ehe es für die SONNE im Januar 2015 zu ersten Forschungsfahrten in den Indischen und Pazifischen Ozean geht, liegen noch einige Tests und Erprobungsfahrten an.


"Wir haben noch sehr wenig Ahnung, was uns in der Tiefsee erwartet", so Karin Lochte, Vorsitzende des Konsortiums Deutsche Meeresforschung. Um die Tiefsee näher zu erforschen, bietet das Forschungsschiff neben einer 35-köpfigen Besatzung 40 Wissenschaftlern Platz. Sie können mit der SONNE, als eines der weltweit modernsten Instrumente, den Einfluss der Meere auf unserer Klima untersuchen. Außerdem trägt das Forschungsschiff dazu bei, Forschungsfragen rund um die Themen Klimawandel und Versorgung mit marinen Rohstoffen zu beantworten.

Die SONNE wurde am 11. Juli von Angela Merkel in Rostock-Warnemünde getauft und löst ihren 44 Jahre alten Vorgänger ab. An der Taufe nahmen weitere rund 300 Gäste aus Politik und Gesellschaft teil. Mit dem Heimathafen Wilhelmshaven hat die SONNE als erstes Forschungsschiff eine niedersächsische Heimat.


Mittwoch, 9. Juli 2014

Ein Job, der zusammenschweißt

Du bist auf der Suche nach einer Ausbildung, die im August 2015 startet? Dann komm doch zu uns und werde Teil der MEYER WERFT.

Wenn du Spaß daran hast, aus vielen Einzelteilen ein großes Ganzes entstehen zu lassen, dann ist die Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker/in mit der Fachrichtung Schweißtechnik das Richtige für dich.


Vorsicht, heiß! Als Schweißer bist du ein „Verbindungsmechaniker“ und lernst während der dreieinhalb jährigen Ausbildung verschiedene Materialien und Schweißverfahren, wie das Gas-, Elektro- und Schutzgasschweißen, kennen. Du bist unter anderem für die schweißtechnische Vor- und Nachbereitung von Stahlkonstruktionen, Gehäusen, Apparaten und Behältern zuständig und lernst, nach technischen Unterlagen zu arbeiten. Das Planen von Arbeitsabläufen sowie die Kontrolle und Beurteilung von Schweißnähten gehört ebenso zu deinen Aufgaben.

Im Anschluss an die Ausbildung kannst du dich zum Schweißfachmann, Schweißwerkmeister oder Schweißfachingenieur weiterbilden und so die Karriereleiter weiter erklimmen.

Neugierig geworden?
Mit einem guten Haupt- oder Realschulabschluss und Interesse am Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und damit am handwerklichen Arbeiten besitzt du gute Voraussetzungen für die Ausbildung. Technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, körperliche Fitness und Belastbarkeit sind außerdem für die Ausbildung wichtig.

Seit August 2013 ist Alexander Platt Azubi in diesem Bereich. Er lobt vor allem die spannenden Einsatzgebiete, beispielweise die Bordmontage, und die damit verbundenen abwechslungsreichen und interessanten Aufgaben: „Als Schweißer kann man recht eigenständig arbeiten und man hat auch eine ziemlich verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen.“ Ihm gefällt außerdem, dass das Miteinander und die Umgangsweise untereinander super sind. „Wir wurden in der Meyer Werft Akademie freundlich aufgenommen und von Anfang an als Teil des Ganzen gesehen.

Wenn du Interesse an der Ausbildung hast, findest du hier weitere Infos und das Online-Bewerbungsformular. Natürlich haben wir noch weitere Ausbildungsberufe im Angebot! Schau doch mal hier.

Donnerstag, 3. April 2014

Warum eigentlich kein Stapellauf?


Bei der Papenburger MEYER WERFT lief nur ein einziges Kreuzfahrtschiff im eigentlichen Sinne des Wortes „vom Stapel“: die 1986 fertiggestellte Homeric war das erste hier gebaute Kreuzfahrtschiff und gleichzeitig das letzte Schiff, das das Spektakel eines traditionellen Stapellaufes erlebte.

Schon im Folgejahr wurde ein überdachtes Baudock, eines der größten weltweit, fertiggestellt. Seitdem können hier Schiffe unabhängig von der Wetterlage gebaut und ausgerüstet werden.  Zudem wird auf diese Weise ein riskantes Manöver im Schiffbau deutlich vereinfacht: die bei einem „echten“ Stapellauf auf das Schiff wirkenden Kräfte haben schon in vielen Fällen für Probleme gesorgt. Egal ob es sich um einen Längs- oder einen Querstapellauf (wie damals bei der Homeric) handelt,  das Umkippen auf der Rampe oder ein Versinken im Wasser sind Gefahren, die ein Stapellauf mit sich bringt.

Zu dem Anfang der Neunzigerjahre um 100 Meter verlängerten überdachten Trockendock (Halle 5)  kam 2002 ein weiteres Baudock, unsere Halle 6, hinzu. Nach Umbauarbeiten  im Jahr 2008 ist Halle 6 mit einer  Gesamtlänge von 504 Metern, einer Breite von 125 Metern und einer Höhe von 75 Metern mittlerweile eines der größten überdachten Baudocks der Welt. Dank dieser Ausstattung muss bei der MEYER WERFT kein Schiff mehr den riskanten Stapellauf durchleben.

Die Abmessungen der überdachten Baudocks auf der MEYER WERFT: 

Baudock I                                                    Baudock II 

Länge (Halle): 370,00 m                              Länge (Halle): 504,00 m 
Breite (Halle): 102,00 m                              Breite (Halle): 125,00 m 
Höhe (Halle): 60,00 m                                 Höhe (Halle): 75,00 m 
Länge (Dock): 358,00 m                               Länge (Dock): 482,00 m 
Breite (Dock): 40,00 m                                 Breite (Dock): 45,00 m 
 Krankapazität: 600 Tonnen                        Krankkapazität: 800 Tonnen

Donnerstag, 27. März 2014

Tradition und Moderne

Heute bauen wir auf der MEYER WERFT hauptsächlich innovative Kreuzfahrtschiffe, deren Vorläufer sahen aber natürlich noch etwas anders aus:

Triton
1875 lieferte die Werft das erste hier gebaute Passagierschiff ab, der bis zu 240 Passagiere fassende und 35,05m lange Dampfer Triton. Dieses Schiff war zugleich eines der ersten Eisenschiffe, das auf der bis dahin Holz verarbeitenden Werft vom Stapel lief.  

Ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war die Prinz Heinrich, die 1909 abgeliefert wurde. Die Prinz Heinrich liegt aktuell im Leeraner Hafen und wird dort restauriert, um bald wieder Passagiere befördern zu können.

Auch das nächste Passagierschiff ist ein bekanntes: Die Goetzen, heute unter dem Namen MS Liemba verkehrend,  wurde 1913 in Auftrag gegeben und nach ihrer Fertigstellung in Hunderten von Einzelteilen an den Tanganjikasee in Ostafrika transportiert. Nach Einbruch des ersten Weltkrieges versanken die Papenburger Arbeiter, die zum Aufbau mit nach Afrika gereist waren, die Goetzen provisorisch, damit sie nicht in die Hände der englischen Truppen fiel. Nach dem Krieg konnte sie wieder gehoben werden und fährt bis heute ihre Runden auf dem tansanischen Tanganjikasee.

Mauritius
International bekannt wurde die MEYER WERFT durch den Bau der Mauritius  im Jahr 1955: sie war das erste Kombischiff, das sowohl Passagiere als auch Vieh und Güter aller Art transportieren konnte.  Nach der erfolgreichen Fertigstellung, die  Geschäftsmänner aus London und Mauritius in Auftrag gegeben hatten,  kamen die Aufträge für die Werft aus allen Teilen der Welt.

Homeric
Für den nächsten Meilenstein wurde eigens eine neue Dockschleuse gebaut, denn mit ihren 29 Metern Breite bei 42.092 BRZ passte die Homeric nicht durch die alte Seeschleuse. Das Experiment Kreuzfahrtschiff glückte – die Homeric verließ die MEYER WERFT am 5. Mai 1986 nach einer Rekordbauzeit von nur 2 Jahren als der erste in Papenburg gebaute Luxusliner.

Seitdem sind bisher insgesamt 37 Kreuzfahrtschiffe auf der MEYER WERFT entstanden, die ihre Runden unter anderem in der Karibik, im Mittelmeer und an den norwegischen Fjorden entlang drehen.  Außerdem realisiert die Werft auch immer wieder ganz spezielle Aufträge wie aktuell den Bau des Forschungsschiffes Sonne, die nach ihrer Fertigstellung wichtige Erkenntnisse für die Wissenschaft gewinnen soll. 

Mittwoch, 19. März 2014

Viking Flusskreuzer im Guinness-Buch der Rekorde

Quelle: Viking Cruises/Alastair Miller
Die Taufe der von der MEYER WERFT und der NEPTUN WERFT gebauten Flusskreuzfahrtschiffe für Viking River Cruises fiel wirklich spektakulär aus: insgesamt 16 dieser nach nordischen Gottheiten benannten Schiffe sollten gleichzeitig getauft werden, um einen neuen Guinness-Weltrekord aufzustellen. Erst im letzten Jahr stellte Viking River Cruises mit mehr als 1000 Gästen den Rekord von 10 Schiffstaufen an einem Tag  auf – diesen galt es nun zu brechen. 

Um den Rekord zu schaffen, mussten die 16 Schiffe innerhalb von 24 Stunden getauft werden. Offiziell ist der Rekord benannt als „The Most Ships Inaugurated in One Day by One Company“ (Die meisten Schiffstaufen von einer Firma an einem Tag).

Quelle: Viking Cruises/Kevin Foley 
Los ging es am 17. März 2014  um 17 Uhr:  Neun Taufen fanden im niederländischen Amsterdam statt. Am nächsten Nachmittag ab 14:30 Uhr wurden dann gleichzeitig in Rostock-Warnemünde vier und in Avignon (Frankreich)  weitere drei Schiffe getauft. Die Taufen wurden jeweils mit Webcams auf Leinwände übertragen, um trotz der räumlichen Distanz ein gemeinsames Event erleben zu können. Damit hat es die Reederei tatsächlich geschafft, ihren eigenen Rekord erneut zu brechen: angefangen hatte alles mit einer 4-fach Schiffstaufe im Jahr 2012, gefolgt von 10 Schiffen, die  innerhalb von 24 Stunden im März 2013 getauft wurden.

Quelle: Viking Cruises/Kevin Foley 
Taufpaten der neuen sogenannten Longships waren unter anderem die Ehefrau des portugiesischen Premierministers, die aus Avignon stammende Sängerin Mireille Mathieu (Foto links) sowie Neptun-Mitarbeiterin Marion Krase, die in Rostock zuhause ist.

16 Schiffe in 24 Stunden zu taufen – das macht Viking River Cruises so schnell keiner nach. Wir dürfen gespannt sein, wann die Flusskreuzfahrtreederei den nächsten Rekordversuch startet – und ob sich vielleicht Konkurrenten finden, die dies ebenfalls wagen. Ursprung dieses relativ neu entfachten Wettbewerbs war übrigens die Doppeltaufe zweier Kreuzfahrtschiffe von Costa Crociere im Jahr 2009. Dieser Rekord konnte von Viking River Cruises schon mehrfach gebrochen werden.