Dienstag, 10. Februar 2009

Rechte auf hoher See: Reisemängel oder höhere Gewalt?

Kreuzfahrten liegen zweifelsohne im Trend, denn sie bieten vor allem eines: Luxus. Gelegentlich kommt es jedoch vor, dass Kreuzfahrtschiffe kaputt gehen, in schlechtes Wetter geraten oder bestimmte Reiseziele nicht anfahren können. In anderen Fällen ist die Kabine zu klein oder das Essen zu schlecht. Oft ist es schwer zu entscheiden, wann die Urlauber Schadensersatz fordern können.

Entspricht die Kreuzfahrt beispielsweise nicht dem Reisevertrag oder Prospekt, liegt eindeutig ein Reisemangel vor, welcher zur Reisepreisminderung berechtigt: Der Passagier sollte die Mängel noch auf dem Schiff dem Reiseleiter anzeigen und Abhilfe fordern. Bis einen Monat nach seiner Rückkehr muss er die Mängel beim Reiseveranstalter anzeigen und Fotos von diesen aufweisen.

Wird hingegen eine Route aus Gründen verlegt, die im Verantwortungsbereich der Reederei liegen, wie beispielsweise Maschinenschäden oder Verkürzung einer Kreuzfahrt, darf der Passagier einen Schadenersatz geltend machen. Kann aber beispielsweise ein Hafen nicht angelaufen werden wegen eines Sturms oder Terroranschlags, ist das „höhere Gewalt": Der Urlauber kann dann zwar eine Minderung des Reisepreises, aber keinen Schadensersatz wegen entgangener Urlaubsfreude verlangen.

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