Freitag, 30. August 2013

Mehr "Sonne" in Papenburg

Die Tiefen des Pazifik und Atlantik erkunden, die Schätze des Meerbodens erforschen und vielleicht sogar etwas entdecken, das die Welt verändert?
Das wird die Aufgabe der „Sonne“ sein. Sie ist das neue Forschungsschiff, das die Meyer Werft zurzeit baut. Am 12. April wurde sie auf Kiel gelegt. Doch wann ist sie fertig und wie wird so ein Schiff eigentlich gebaut?
Das funktioniert nach dem Baukasten-Prinzip: die einzelnen Teile des Schiffes, die Blöcke, werden mit riesigen Kränen Stück für Stück in das Baudock gehoben, aufeinander gesetzt und zu einem Schiff zusammengeschweißt, wie bei einem gigantischen Baukasten.  Die „Sonne“ besteht aus 19 solcher großen Blöcke.
Die Arbeiten im Baudock laufen auf Hochtouren und das Forschungsschiff nimmt zügig Form an. Am Hinterschiff sind schon die Kräne zu erkennen, die die Container mit Forschungsinstrumenten auf das Schiff heben werden, wenn es in Betrieb ist. Durch die bereits angebrachte Windenanlage, die in der Lage ist ein zwölf Kilometer langes Kabel in die Tiefe abzulassen, können die Forscher dann extreme Tiefen erkunden.
Ihren Schornstein hat die „Sonne“ auch schon bekommen und am 28. August wurde das Steuerhaus auf das Schiff gesetzt. Dort befinden sich die Kommandozentrale, die Kommunikationsgeräte sowie die wichtigsten nautischen Instrumente, wenn das Schiff fertig ausgestattet ist. Mit dem Steuerhaus ist nun der vorletzte der insgesamt 19 Blöcke auf das Forschungsschiff gehoben worden.
Innerhalb der nächsten Wochen folgt dann der letzte Block, der Hauptmast. Er wartet bereits fertig lackiert und ausgestattet auf seinen Einsatz. 
Mitte September wird das Forschungsschiff zum ersten Mal aufschwimmen, um im Baudock verholt zu werden. Dann geht die Ausrüstung weiter, sodass die „Sonne“ Anfang 2015 endgültig in die Hände der Wissenschaftler übergeben werden kann.

1 Kommentar:

MEYER WERFT hat gesagt…

Ja es stimmt, das Schiff wird Anfang 2015 an die Wissenschaftler übergeben. Das Schiff wird jedoch lange vorher fertig gestellt sein. Auf die Fertigstellung folgt jedoch eine sehr lange technische und wissenschaftliche Erprobung. Den Bau der Sonne können Sie übrigens über unsere WebCam auf www.meyerwerft.de verfolgen!