Freitag, 18. Juni 2021

Echt oder nicht echt spielt keine Rolle

Es laufen Dacharbeiten am neuen Logistikzentrum der Werft. Plötzlich steigt Rauch auf. Es brennt. Auch ein Mitarbeiter ist in Gefahr. Er ist vom Dach gefallen und hängt nun, nur durch die Sicherheitsgurte gehalten, in 15 Meter Höhe an der Hallenwand. Die Rauchentwicklung auf dem Dach wird stärker.

Um die Übungen möglichst realitätsnah gestalten zu können, kommt auch künstlicher Rauch zum Einsatz.

Mit dieser Situation wurden die Einsatzkräfte auf der MEYER WERFT Ende Mai konfrontiert. Schnell ist klar: Der Rauch wird künstlich erzeugt und der abgestürzte Mitarbeiter ist aus Stoff. Eine von vielen aufwändig inszenierten Übungen steht an. Für die Mitarbeiter der MEYER PORT 4 GmbH spielt das an diesem Tag nur eine untergeordnete Rolle. Sie geben ihr Bestes, um im Ernstfall ideal vorbereitet zu sein und souverän handeln zu können.

Als der Notruf einging, wurde neben dem Löschgruppenfahrzeug und dem Rettungswagen auch die Teleskopmastbühne zum Einsatzort gebracht.
„Als in der internen Leitstelle der ‚Notruf` einging und der Gebäudebrand gemeldet wurde, haben wir sofort das Löschgruppenfahrzeug, die Teleskopmastbühne und den Rettungswagen zur Einsatzstelle entsandt“, berichtet der Leiter der Werkfeuerwehr Ralph Keipp. „Gleichzeitig haben sich das Team der Höhenrettung und die Drohnenpiloten zur Einsatzstelle begeben.“


An die neuen Anforderungen, die mit dem Bau und der Inbetriebnahme des Logistikzentrums einhergingen, hat sich auch MEYER Port 4 angepasst. Es wurden mehrere Höhenretter und 10 Drohnenpiloten ausgebildet, die unter anderem bei Einsätzen in großer Höhe aktiv werden. „Zu den Piloten gehören auch Kollegen vom Arbeitsschutz und der Security, die unsere Feuerwehr im Einsatzfall unterstützen“, erklärt Betriebsleiter Timo Milbrandt. „Alle vier Kernbereiche von MEYER PORT 4 - Health, Safety, Security und Environment – sind eng vernetzt und arbeiten je nach Art des Einsatzes Hand in Hand zusammen. Das macht uns unheimlich schlagkräftig“, betont Timo Milbrandt.

Sind Menschen in großer Höhe in Gefahr kommen die Höhenretter und Drohnen zum Einsatz.

Bei der aktuellen Übung wurden die Drohnen genutzt, um mit Real-und Wärmebildern eine Übersicht über die Einsatzstelle zu erstellen. Zudem halfen sie dabei, den Patienten in der Höhe direkt ansprechen zu können.

Alles, was zur Verständigung während des Einsatzes und zur Koordination der Kräfte benötigt wird, steht in diesem Wagen mobil zur Verfügung.
Im Rahmen der weiteren Übung war auch der neue Einsatzleitwagen vor Ort. Alles, was zur Verständigung während des Einsatzes und zur Koordination der Kräfte benötigt wird, steht in diesem Wagen mobil zur Verfügung. Bei der Übung wurde er so zum Arbeitsplatz für den Krisenmanager, der an der Einsatzstelle sofort die Kommunikation zur Geschäftsleitung übernommen und den engen Austausch mit den Behörden gewährleistet hat. Diese waren bereits im Voraus über die Übung informiert worden. Je nach Lage wird durch den Krisenmanager der gesamte Krisenstab einberufen und geführt.

Auf dem Dach des Logistikzentrums konnte der Brand mittlerweile bekämpft und der abgestürzte Mitarbeiter durch die Höhenretter auf den Boden gebracht werden. Nach der Übergabe an den Werkrettungsdienst und der Untersuchung durch den Betriebsarzt, gab es nach kurzer Zeit Entwarnung: „Dem Stoff-Statisten geht es gut.“

Nach der Übung wird alles ausgewertet. Qualitätssicherung spielt eine große Rolle.
Die Übung, bei der es dieses Mal besonders intensiv um den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz sowie das Retten von Menschenleben ging, wurde erfolgreich beendet. Doch nach der Übung ist vor der Übung bzw. vor dem Ernstfall. Die Arbeit für das MEYER PORT 4 Team endet hier nicht. „Wir werten die Übung genau aus, analysieren den Ablauf und identifizieren unsere Stärken und Schwächen. Auch bei der Feuerwehr spielt Qualitätssicherung eine große Rolle“, so Ralph Keipp. „Übungen sind für uns enorm wichtig und die reibungslose Zusammenarbeit im Team ist hier ein echter Erfolgsfaktor. Ich bin froh, dass das bei unserem Team absolut super funktioniert“, ergänzt Timo Milbrandt.
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Weitere Infos zur Werkfeuerwehr der MEYER WERFT und allen weiteren Kernbereichen von MEYER Port 4 gibt es hier: meyer-port4.de

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Guten Tag,
gestern haben wir uns in PAPENBURG dass neue Schiff "AIDA-COSMA". Imposante Erscheinung - wie alle Schiffe der letzten Jahre, die die MEYER - WERFT verlassen haben. Die Werft verdient den allergrößten Respekt!

Frage: Warum hat man die Form des Bug`s verändert ( ich glaube bei AIDA - NOVA war dass auch schon so ).

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Mit freundlichen Grüßen,
Klaus - Dieter Wrobbel

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